Michael

Michael Lieber (Jahrgang ’68)  

Erzieher, Sozialarbeiter, tiefenpsychologischer Körpertherapeut, Yoga Lehrer, Ashtanga Yoga Lehrer. 

Als gebürtiger Niederrheiner habe ich etwa 20 Jahre im Raum D’dorf gelebt und als Sozialarbeiter gearbeitet.

Dann wurde es dringend Zeit für Veränderung: Jetzt begleite ich Menschen, die ernsthaft an sich arbeiten wollen.

Yoga praktiziere ich seit vielen Jahren, mein erster Lehrer hat mich – als ich offen dafür war – in ein 10-tägiges Vipassana Retreat (S.N.Goenka) zur Meditation geschickt, was mich damals stark beeindruckte und beeinflusste. 4 weitere sollten folgen.

Von 2007 bis 2009 habe ich mir eine Auszeit genommen und mich ganz der Vipassana/Cittanupassana Meditation in Myanmar bei Ashin Tejaniya gewidmet, und danach 8 Monate  täglich 2 mal klassisches intensives Hatha Yoga in Malaysia praktiziert und unter der Leitung von Manoj Kaimal in Kuala Lumpur im Dez 2008 eine erste „kleine“ Yoga Lehrer Ausbildung (200h) abgeschlossen. Diese Ausbildung legte besonderen Wert auf Bewußtseins – Schulung und Beobachtung des Geistes und erfolgte in der meditativen Tradition nach Swami Sivananda, der punktgenauen, analytischen Tradition nach B.K.S. Iyengar und der dynamischen Ashtanga Tradition nach Pattabhi Jois.

2010 hatte ich die Möglichkeit, an einem 4-wöchigen advanced teacher training (100h) in Lonavla/Indien teilzunehmen. Dort konnte ich Yoga als Therapieform im Ayurveda kennenlernen.

2011 bis 2013 unterrichtete ich an der Realschule/Hoffmannallee im Rahmen des Pädagogischen Angebotes 1 x wöchentlich Schüler der jeweiligen 6er Klassen. Mir wurde klar, dass Yoga Unterricht für Kinder nur auf freiwilliger Basis und ohne Bewertung funktionieren kann. Das lässt unser Schulsystem jedoch nicht zu.

Als Yogalehrer bin ich in ständigem Kontakt mit Menschen – also auch Projektionsfläche, so ist es unumgänglich, meine eigenen bindungstraumatischen Erfahrungen, Täter-/Opfer-Dynamiken und Spaltungen zu kennen, u.a. um mich nicht zu verstricken. Daher nahm ich 2012 an einer 1-jährigen Fortbildung nach Franz Ruppert teil. Mit dieser Methode bin ich bis heute aus tiefer Überzeugung auch weiterhin sehr gerne in Kontakt.

2012 eröffneten Alice und ich das Centrum für Potentialentfaltung in Kleve – Ashtangayoga, Afrikanischer Tanz & identitätsorientierte Psychotraumatherapie (IoPT) finden seit dem in wunderbaren Räumen statt – die wir übrigens auch untervermieten.

Durch das tägliche Unterrichten verstand ich schnell, dass „kleine“ Yoga-Ausbildungen und der Besuch von Wochenend-Workshops bei weitem nicht ausreichen, um verantwortungsvoll auf Schmerzen, Verletzungen und Fehlstellungen der Gelenke der Teilnehmer eingehen zu können, deswegen war eine weitere „große“ Ausbildung angesagt:

Diese machte ich bei Beate Guttandin, sie dauerte von März 2013 bis Feb 2016 und führte zum Titel Yogalehrer AYA. Die Prüfung wurde vom Berufsverband ashtanga-yoga-association/aya abgenommen, die Ausbildungsschule Ashtanga Yogawerkstatt in Köln ist die erste staatlich anerkannte berufsbildende Ergänzungsschule in Deutschland.

Das Zeugnis berechtigt mich, Yoga im Allgemeinen und Ashtanga Yoga im Speziellen, Ashtanga Yoga mit Kindern, für ältere Menschen und zur Behebung von Alltagsschäden und alten Verletzungen zu lehren und anzuwenden. Außerdem bin ich als Absolvent der Ashtanga Yogawerkstatt Fachlehrer für Yoga in Sport, Gesundheitsförderung und Prävention.

2016 bot meine burmesischer Meditations-Lehrer Ashin Tejaniya ein 10 Tages-Meditations-Retreat in Sonsbeck an. Es freut mich, dass sich mehr Menschen beginnen, für Meditation zu interessieren, Retreats besuchen und durch eigene Erfahrung die Zusammenhänge zwischen Gedanken & Gefühlen & Körper & Geist erforschen.

Im Feb 2017 habe ich die 2. Serie-Weiterbildung in der Ashtanga Yogawerkstatt / Köln erfolgreich abgeschlossen.

Ab März 2020 wurde mir durch die Corona-Problemlösungsstrategie die Arbeitsgrundlage entzogen – aus Gründen, die ich nicht mit trage und gegen die ich mich auch öffentlich ausspreche. Die Ausübung meiner selbständigen Berufstätigkeit wurde viele Monate verboten und danach reglementiert. Als „nicht systemrelevant“ abgestempelt und zwischendurch mit einem monatelangen Berufsverbot auferlegt zu werden sowie eine ganze Weltbevölkerung mit Angst zu lähmen, in Panik zu versetzen und zu verwirren, erlebte ich als bodenlose Unverschämtheit seitens der weltweit unwissenden Politik: „kleshas at work“ sozusagen – nichts bescheibt es treffender.. 

Ja, im Yoga lernen wir, die Dinge so zu sehen, wie sie sind. Bestenfalls in Gleichmut. Viren als elementaren Teil des Lebens anzuerkennen und den Umgang mit Risiken in grundsätzlicher Eigenverantwortung sind eine große Herausforderung für unsere auf Rettung von außen hoffende Gesellschaft, die sich lieber in Täter-/ Opferdynamiken verzettelt und auf Symptom-Ebene rumagiert, als hinzuschauen, zu fühlen, was wirklich geschieht – In uns. In mir. In dir.

Im Oktober 2022 und 2023 gab es 4-tägige Yoga & Meditations-Retreats auf dem Pauenhof in Sonsbeck. Wunderbar war’s…

Your mind is like a parachute – useless unless it’s open Frank Zappa