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Mein Interesse gilt der Alltagstauglichkeit einer Meditationstechnik. Mir begegneten zwei große Strömungen, die erste möchte den Geist

durch Konzentration beruhigen, die zweite möchte den Geist verstehen, die Funktionsweise des Geistes ergründen, Zugang zu Vernunft

und Intuition bekommen und lernen. Ein ruhiger Geist ist dabei allerdings sehr hilfreich.

Beide Ansätze sind sich ähnlich. Es geht um das Schweigen des inneren Dialoges, den wir permanent mit uns selbst führen. Damit lernen

wir, die Dinge, Objekte, Welt so sehen, wie sie wirklich sind. Ohne unsere eigene Erfahrung in die Wahrnehmung und Verarbeitung des

Wahrgenommenen einzumischen. Das kann erlernt und geübt werden und geschieht im besten Fall immer.

Auch im Alltag. Dort ist es am notwendigsten, im inneren Beobachter zu bleiben. Denn dort toben die Konflikte, die Dramen und Abenteuer

des Lebens. Das Erlernen dieser Techniken geschieht im geschützten Rahmen, der Erfolg stellt sich nach und nach, Schritt für Schritt,  ein.

Aufenthalte in längeren Retreats sind ratsam und hilfreich. Das Erlernen von Konzentrations-Meditation geht schneller. Es kann am Anfang

auch durchaus sinnvoll sein, sich erst mal mit der Beruhigung des Geistes zu begnügen, bevor man mehr Erkenntnis nascht...Übung und

Praxis ist aber auch hier unerläßlich und geschieht ganz nebenbei in der Ashtanga Yoga Praxis.

 

→ Meditationsunterricht findet immer alle 2 Wochen donnertags nach dem Yin Yoga und in allen Unterrichten der letzten Woche

eines Quartals statt, gehört zum Yoga wie der Käse zum Wein und ist ein Lernprozess. Er beinhaltet Erkenntnisse, Einsichten und das

Bemühen, den Geist und seine Funktion zu verstehen und dadurch zu beruhigen.

Du übst und lernst, die Dinge so zusehen, wie sie sind - also auch deinen Geist so zu sehen, wie er ist: mal ruhig, mal unruhig, mal müde,

mal hellwach, mal frisch, mal interessiert, mal abgelenkt.

 

Für die Teilnahme an diesen kurzen Unterrichten ist keinerlei Vorerfahrung in Meditation notwendig und es entstehen für Ashtangayoga

Praktizierende keine weiteren Kosten! 

 

   Nur regelmäßiges Üben bietet Aussicht auf stabilen Erfolg in unserer Praxis.

Den schnellen Weg gibt es weder im Yoga noch in Meditation.

 

 

   Meditation heißt, alles was geschieht, einfach nur entspannt wahr zu nehmen und zu beobachten - dabei ist es nicht wichtig,

ob dir das Wahrgenommene gefällt oder nicht.

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   Meditation bedeutet zuschauen und geduldig mit Achtsamkeit und Verständnis abwarten.

   Meditation bedeutet nicht, etwas erfahren oder erleben zu wollen, wovon du mal gehört oder gelesen hast.

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   Achte nur auf den aktuellen, jeweiligen Moment. Verliere dich nicht in Gedanken über die Vergangenheit. Hänge keinen Gedanken über die Zukunft nach.

Nimmst du wahr, ob du in der Vergangenheit bist, oder bist du im Hier und Jetzt?

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   Wenn du meditierst, muss dein Körper sich entspannen, dann kann der Geist ebenfalls entspannen.

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   Wenn Körper und Geist müde werden, machst du etwas falsch und du solltest hinterfragen, wie du meditierst.

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   Warum strengst du dich an beim meditieren? Willst du etwas? Willst du, dass etwas geschieht? Willst du, dass etwas aufhört?

Finde heraus, ob eine dieser Haltungen zutrifft.

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   Der meditierende Geist darf entspannt und zufrieden sein. Du kannst mit einem angespannten Geist nicht meditieren.

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   Fokussiere nichts zu angestrengt, kontrolliere nichts. Zwinge dich zu nichts und beschränke dich nicht.

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   Versuch nicht, etwas zu wollen oder das, was du wahrnimmst, abzulehnen. Sei nur achtsam und bewußt.

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   Etwas zu wollen oder zu erwarten entspringt der Anhaftung ist auf sanskrit raga  (pali: lobha). Etwas abzulehnen ist auf Sanskrit Aversion dukha  (pali: dosa).

   Nicht zu wissen, ob etwas geschieht oder aufhört ist Unwissenheit oder auf Sanskrit avidya  (pali: moha).

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   Nur mit dem Wissen, dass der beobachtende Geist frei von raga, dukha und avidya ist, meditierst du wirklich.

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   Hab keine Erwartungen. Hör auf, etwas zu wollen. Sei nicht besorgt oder ängstlich.

   Mit diesen Einstellungen im Geist kannst du nicht meditieren.

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   Versuche nicht, die Dinge nach deinen Wünschen zu verändern. Sieh sie dir nur an - so, wie sie sind.

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   Was macht der Geist jetzt? Denken? Achtsam sein?

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   Wo ist die Aufmerksamkeit jetzt? Innen? Außen?

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   Ist der beobachtende Geist wirklich oder nur scheinbar bewußt?

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   Meditiere nicht mit einem erwartendem oder ablehnendem Geist. Du wirst dich nur ausbremsen und müde werden.

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   Akzeptiere die schönen und unschönen Erlebnisse und betrachte sie. Willst du nur die schönen Erlebnisse?

   Lehnst du selbst die kleinsten nicht so schönen Erfahrungen ab? Kann das vernünftig sein?

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   Vergewissere dich, mit welcher Einstellung du meditierst. Ein luftiger, freier Geist lässt dich gut meditieren.  Hast du die richtige Einstellung?

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   Fühl dich nicht von Gedanken gestört. Du sollst nichts vermeiden und die Gedanken vielmehr als solche erkennen und anerkennen.

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   Lehne kein Objekt ab, dessen du bewußt wirst. Erspüre deren Weggefährten lobha/dosa/moha und höre nicht auf, diese immer wieder zu untersuchen.

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   Die einzelnen Objekte sind nicht wirklich wichtig. Es geht darum, bewußt den beobachtenden Geist im Hintergrund wahrzunehmen. Geschieht dies mit der richtigen Einstellung sind alle Objekte gute und geeignete Objekte.

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   Wenn du Vertrauen oder Zuversicht hast wirst du dich bemühen und anstrengen.

   Mit dieser Anstrengung  kann die Achtsamkeit beständig und stabiler werden.

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Übersetzt  aus Ashin Tejaniya’s Buch:

don’t look down on the defilements - they will laugh at you.

Das komplette Buch und einiges mehr gibt es als pdf auf seiner Seite

www.ashintejaniya.org

Er ist mein Lehrer in Myanmar, gibt ab und zu auch retreats in Europa und hat mir die Türen geöffnet zu dieser ehrlichen, undogmatischen, auf Alltags-Praxis ausgelegten Meditationstechnik. Vom 22.04. bis 01.05.2016 hat er ein Retreat auf dem Pauenhof in Sonsbeck geleitet.

 

 

...the only way out is in...